Anträge an den Entschädigungsfonds der Deutschen Bischofskonferenz zum sexuellen Missbrauch in Heimen:
Leistungen
Merkblatt zum Antragsformular
Antragsformular
Ansprechpartnerin für Fragen ehemaliger Heimkinder:
Barbara Kick-Förster
Telefon: 0251-8901-268
E-Mail: kick-foerster@caritas-muenster.de
Abschlussbericht des Runden Tisches Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren, Dezember 2010

Marion Schulte
Referat Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Caritasverband für die Diözese Münster
Kardinal-von-Galen-Ring 45
48149 Münster
Telefon 0251 8901-263
Telefax 0251 8901-453
E-Mail: schulte@caritas-muenster.de
Heime der Caritas für Kinder und Jugendliche
...und manchmal ist es gut, wenn Kinder und Eltern eine Zeit lang nicht zusammen leben
Es gibt Belastungssituationen für Familien, in denen es für die Eltern nicht möglich ist, ihre Kinder ausreichend zu versorgen. Oder sogar die Entwicklung und Gesundheit der Kinder gefährdet ist. Dann brauchen Kinder und Jugendliche einen anderen Lebensort auf Zeit.
bieten auch Ausbildungsplätze an.
So unterschiedlich wie die Lebenslagen der Kinder und Jugendlichen, ihr Alter, ihr individueller Bedarf und ihre Perspektiven
sind, so differenziert sind auch die Angebote der Heime für Kinder und Jugendliche. Von der Krisenhilfe für Kinder und Jugendliche,
die 24 Stunden am Tag erreichbar ist, bis zur Aufnahme ganzer Familien reicht das Angebot.
"Hilfe zur Erziehung in einer Einrichtung über Tag und Nacht" heißt es im Kinder- und Jugendhilfegesetz. Genau das soll es
sein: Eltern sollen nicht aus ihrem Erziehungsrecht und ihrer Erziehungsverantwortung entlassen werden, sondern Unterstützung
erhalten in der Erziehung der Kinder und in der Verbesserung der Erziehungsbedingungen der Familie.
Heimerziehung ist also eine Hilfe für Kinder, Jugendliche und Eltern, die mit den Familien und dem Jugendamt gemeinsam gestaltet wird. Die gemeinsame Hilfeplanung ist die wichtigste Mitwirkungsmöglichkeit für Eltern, Kinder und Jugendliche.
Während der Zeit in der Heimerziehung, werden die Kinder im Alltagsleben gefördert und bekommen wenn erforderlich auch therapeutische Hilfe, manchmal auch Schule oder Ausbildung in der Einrichtung.
Vorrangiges Ziel ist immer eine Rückkehr in die Familie. Sollte das nicht möglich sein, wird eine Alternative gesucht. Pflegefamilie
oder eine der vielen unterschiedlichen Betreuungsformen der Heimerziehung stehen dann zur Verfügung oder werden geschaffen.
In der Diözese Münster gibt es 23 Heime für Kinder und Jugendliche mit insgesamt rund 1.700 Plätzen. Heimerziehung ist eine
kostenintensive Hilfe für Familien. Für die Finanzierung gibt es gesetzliche Regelungen und einen Rahmenvertrag zwischen öffentlicher
und freier Wohlfahrtspflege.
Krisenhilfe
Kinder Jugendliche und Familien können in Krisen geraten. Krankheit, Gewalt zwischen Eltern und Kindern oder Trennung und
Vernachlässigung oder Selbstmordgedanken können solche Situationen sein.
Dann brauchen sie schnell eine Beratung und Hilfe. Eltern oder Kinder und Jugendliche können sich dann an jede Beratungsstelle,
das Jugendamt ein Sorgentelefon, eine Krisenhilfe (Inobhutnahmegruppe) oder jedes Heim für Kinder und Jugendliche wenden.
In der Diözese Münster bieten Krisenhilfe:
- Kinderkrisenhilfe St.Mauritz, Münster (www.st-mauritz.de )
- ZORA, Mädchenschutzstelle, Bocholt (www.caritas-bocholt.de)
- Kinderwohnheim Dülmen (http://www.st-josephs-gertrudis-stift.de/
- Martinistift, Nottuln-Appelhülsen (www.martinistift.de)
Jedes Kind und jeder Jugendliche hat ein Recht darauf, den Schutz des Jugendamtes zu bekommen. Im Gesetz garantiert das der
§ 42 Kinder und Jugendhilfegesetz: Inobhutnahme .
