Hilfe in ihrer Nähe
 
Ansprechpartnerin

Porträt von Hedwig Overhoff

Hedi Overhoff
Referat Altenhilfe und Sozialstationen

Caritasverband für die Diözese Münster
Kardinal-von-Galen-Ring 45
48149 Münster

Telefon 0251 8901-282
Telefax 0251 8901-4282

E-Mail: overhoff@caritas-muenster.de

 
Hilfe für kranke Menschen  

Familienpflege - Retter in der Not

Wenn ein Elternteil ausfällt...

Wenn in der Familie die Mutter oder der Vater plötzlich und manchmal für längere Zeit ausfällt, ist Holland in Not. Für die Betreuung der Kinder muss sofort eine für diese Notzeit beständige Lösung gefunden werden müssen. Dafür steht in einigen Caritasverbänden die Familienpflege bereit. Zumeist ist sie den Sozialstationen angegliedert.

Allerdings müssen neben dem Ausfall eines Elternteils noch erschwerende Umstände hinzukommen, um den Einsatz einer qualifizierten Familienpflegerin zu rechtfertigen. Unter anderem müssen zunächst andere Betreuungsmöglichkeiten ausgeschlossen sein.

Die Familienpflege muss seit Jahren mit einem Engpass leben. Der Bedarf an Einsätzen ist weit höher als die 110 Familienpflegerinnen der Caritas in der Diözese Münster bewältigen können. Ein Ausbau der Dienste ist allerdings nicht möglich, da die Kostenerstattung durch die Krankenkassen weit unter den tatsächlichen Kosten liegt. Um die Familienpflege überhaupt aufrechtzuerhalten, wird jede Stelle vom Bistum Münster mit rund 6.000 Euro pro Jahr bezuschusst, doppelt so viel wie beispielsweise die Stellen in der ambulanten Pflege.

Die Familien haben einen Rechtsanspruch auf die Familienpflege, den sie allerdings gegebenenfalls in der akuten Notsituation einklagen müssten. Welche Ansprüche bestehen und wann eine Familienpflegerin eingesetzt werden kann, darüber beraten die Mitarbeiterinnen vor Ort.

Seit Januar 2004 muss auch in der Familienpflege zugezahlt werden. Der Betrag liegt zwischen fünf und zehn Euro pro Tag je nach Leistung. Die Dauer ist, anders als im Krankenhaus, unbegrenzt. Umso wichtiger ist es zu erkennen, wann die Zuzahlungsgrenze erreicht ist. Wegen der Freibeträge für Ehepartner und Kinder sowie einiger Sonderregelungen, beispielsweise für Alleinerziehende, kann die Schwelle schneller überschritten werden als erwartet.