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Ansprechpartner

Volker Supe
Referatsleiter Behindertenhilfe

Diözesancaritasverband Münster
Kardinal-von-Galen-Ring 45
48149 Münster

Telefon 0251 8901-213
Telefax 0251 8901-4306

E-Mail: supe@caritas-muenster.de

 
Hilfen für psychisch kranke Menschen  

Arbeit kann auch Therapie sein

In der Diözese Münster gibt es 5.500 Arbeitsplätze in Werkstätten

Ein behinderter Mitarbeiter lötet ein kleines, nicht näher erkennbares Teil an einen dünnen Draht. Im Hintergrund sitzt ein Kollege an der gleichen Werkbank.
Behindertenwerkstätten bieten in speziellen Abteilungen
 Arbeit auch für psychisch kranke Menschen.

Zuviel Leerlauf und zuviel Zeit zum Nachdenken, das ist Allgemeinwissen, sind nicht unbedingt nützlich. Das gilt natürlich auch für psychisch kranke Menschen. Sinnvolle Arbeit ist deshalb bei einigen Krankheitsformen eine sinnvolle Therapie. Dafür bieten die Werkstätten für behinderte Menschen zunehmend Plätze in speziellen Abteilungen an. Hier wird der Tagesablauf strukturiert und versucht, wenn möglich eine Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt zu erreichen.

Dabei ist in den Werkstätten für behinderte Menschen die Arbeitswelt auf den Kopf gestellt. Müssen sich üblicherweise die Beschäftigten den Arbeitsbedingungen anpassen, ist es hier umgekehrt. Jeder Mensch mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen hat einen Rechtsanspruch auf einen Arbeitsplatz unabhängig von der Schwere und Art seiner Behinderung, wenn er nicht oder noch nicht wieder unter den Bedingungen des ersten Arbeitsmarktes arbeiten kann.

Für Jeden wird in den 12 Caritas-Werkstätten mit ihren Zweigstellen in der Diözese Münster mit rund 5.500 Plätzen eine Arbeit gefunden, die seinen individuellen Fähigkeiten entspricht. Wenn notwendig werden entsprechende Hilfen konstruiert, die ihm die gestellte Aufgabe ermöglichen.

Vom Image der Bürsten und Besen produzierenden Betriebe ist die Wirklichkeit weit entfernt. Zum Teil bereits zertifiziert nach DIN ISO 9001 liefern die Behindertenwerkstätten renommierten Firmen zu. Qualität und pünktliche Lieferung sind im harten Wettbewerb unabdingbar. So werden beispielsweise Kabelbäume für Mercedes produziert, ist der offizielle Kalender des Bundestages in den Caritas-Werkstätten Niederrhein in Rheinhausen gebunden worden oder werden selbstentworfene Krippen in handwerklicher Qualität gebaut.

Ganz wichtiger Aspekt vor allem auch für psychisch kranke Menschen ist, dass neben der Arbeit die soziale Betreuung der Mitarbeiter ein wichtiger Aspekt ist. Denn im Vordergrund muss die Genesung der Krankheit stehen.