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Porträtfoto von Dr. Ulrich Thien

Dr. Ulrich Thien
Referatsleiter Soziale Arbeit

Caritasverband für die Diözese Münster
Kardinal-von-Galen-Ring 45
48149 Münster

Telefon 0251 8901-296
Telefax 0251 8901-4288

E-Mail: thien@caritas-muenster.de

 
Studie: Wohnungslosenhilfe entlang der Lippe

Die Angebote der Wohnungslosenhilfe in der Region rechts und links der Lippe sind von der Caritas in den Diözesen Paderborn und Münster in einer Studie untersucht worden. Ergebnis ist unter anderem, dass die Hartz-IV-Reformen zu neuen Belastungen der Wohnungslosen geführt und tatsächlich Menschen in die Wohnungslosigkeit getrieben haben. Die komplette Studie bieten wir hier zum Download an - der Größe wegen in mehreren Teilen:

Studie Wohnungslosenhilfe - Teil 1

Studie Wohnungslosenhilfe - Teil 2

Studie Wohnungslosenhilfe - Teil 3

Studie Wohnungslosenhilfe - Teil 4

Studie Wohnungslosenhilfe - Anlagen

 
Hilfen für Menschen in besonderen Lebenslagen  

Wohnung ist mehr als nur ein Dach über dem Kopf

Caritas hilft vor und nach dem Wohnungsverlust

Häufig geraten Menschen durch Arbeitslosigkeit, Wohnungsverlust, Scheidung, Krankheit und auch seelische Krisen in besondere soziale Lebenslagen. Ursachen sind oft Überschuldung oder Probleme in der Wohnungssicherung. Siewirken sich auf die gesamte soziale und psychische Situation eines Menschen und seiner Familie aus.

Hinter dem Begriff „Wohnungslose“ verbirgt sich ein äußerst unterschiedliches Klientel. Wohnungslos ist, so die Charakterisierung des Deutschen Städtetags,

  • wer unmittelbar von Obdachlosigkeit bedroht ist,
  • wer nicht über einen mietvertraglich abgesicherten Wohnraum verfügt,
  • sich „vorübergehend“ in Notunterbringungsformen, in Asylen, Frauenhäusern und ähnlichen befindet,
  • „Platte macht“ oder
  • aus sonstigen Gründen in unzumutbaren Wohnverhältnissen lebt.

Familien sind ebenso betroffen wie einzelne Personen, Männer ebenso wie Frauen. Häufig ist die Wohnungslosigkeit Ausdruck und Symptom von tieferliegenden Problemlagen; seien es

  • Sucht- oder psychische Erkrankungen,
  • Arbeitslosigkeit,
  • unzureichende Ausbildung,
  • mangelnde soziale Integration bis hin zu
  • sozialer Isolation aufgrund eingeschränkter sozialer und interaktiver Kompetenz,
  • unzureichende kulturelle Integration hr.

Angesichts der häufig komplexen Problemlage der Betroffenen bedarf eine effektive Unterstützung und Stärkung (empowerment) müssen in der Regel unterschiedliche Fachdienste, lokale freie Träger und kommunale Dienste vernetzt werden. Die Unterstützung darf sich nicht auf die Vermittlung in Arbeit beschränkt. Die Wohnungslosenhilfe ist sich dessen seit längerem bewusst und versteht sich als integrierende, interdisziplinär ausgerichtete Hilfeleistung.

Ein besonderes Augenmerk legt der Diözesancaritasverband Münster mit seinem Projekt "Wohnungsnotfallnetzwerke für junge Menschen im ländlichen Raum - Bedarfsanalyse, Entwicklung und Erprobung von Hilfen" auf die Zielgruppe junger wohnungsloser Menschen.

Die Caritas- und Fachverbände bieten in verschiedenen Orten in der Diözese Münster Hilfen für wohnungslose Menschen an. Zum Beispiel in Form von:

  • Ambulanter Beratung, Unterstützung der Wohnungs- und Arbeitssuche
  • Angebote von Mahlzeiten, Treffpunkte
  • Möglichkeiten zum Reinigen der Wäsche und Körperpflege
  • Vermittlung in eine betreute Wohnform oder Wohngemeinschaft
  • Vermittlung in eine stationäre Wohnform
  • Wohnen in einer stationären Wohnform
  • Vermittlung in Notschlafstellen

Die Träger der Wohnungslosenhilfe haben im Jahr 2007 eine "Diözesanarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe" in der Diözese Münster gegründet.

In einer Studie der Diözesancaritasverbände Münster und Paderborn und des Vereins für katholische Arbeiterkolonien in Westfalen (2006) ist "Die katholische Wohnungslosenhilfe zwischen Hamm und Paderborn" analysiert.