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Barbara Klein-Reid
Referat Soziale Arbeit

Caritasverband für die Diözese Münster
Kardinal-von-Galen-Ring 45
48149 Münster

Telefon 0251 8901-364
Telefax 0251 8901-4288

E-Mail: klein-reid@caritas-muenster.de

 
Hilfen für Ausländer, Asylbewerber, Aussiedler und Flüchtlinge  

Aussiedlern eine neue Heimat geben

Hilfen sind notwendig für die Orientierung

Millionen von Deutschen in Rußland flüchteten nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihren angestammten Siedlungsgebieten oder wurden vertrieben. Diese Bewegung hielt bis Anfang der Fünfziger Jahre an. Der jahrzehntelange Versuch, in ihre ursprünglichen Siedlungsgebiete zurückzukehren, wurde meist verhindert. Dies ist ein Grund, warum viele Menschen nach Deutschland zurückstreben, in das unbekannte Land ihrer Vorfahren.

Dieser Teil der Geschichte ist einer breiten Öffentlichkeit in der Bundesrepublik nicht bekannt. Deswegen erscheint es vielen befremdlich, warum Menschen aus den osteuropäischen Staaten heute zu Zehntausenden ihr Land verlassen und hier Aufnahme beanspruchen mit der Begründung Deutsche zu sein. Nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichtes begründet der in Artikel 116 Grundgesetz beschriebene Begriff "Deutscher" allerdings eine besondere Verpflichtung der Bundesrepublik gegenüber diesen Menschen.

Die Aufnahme von Aussiedlern erfordert seit 1988 viel Engagement und Improvisationsbereitschaft für die Erstaufnahme, Verteilung, Unterbringung und Integration. Die Bereitschaft, die Aussiedler aufzunehmen, sinkt in den letzten Jahren in der Bevölkerung, was die Aufrechterhaltung der Hilfen gefährdet. Grund sind vor allem die vorwiegend schwieriger gewordenen wirtschaftlichen Verhältnisse.

Gefördert werden die Aussiedler durch

  • Sprachkurse
  • schulische und berufliche
  • soziale Beratung und Betreuung
  • finanzielle Starthilfen und
  • Hilfen für Kinder und Jugendliche

Die Caritasverbände in der Diözese Münster unterhalten ein Netz von Beratungsstellen für erwachsene Aussiedler, in denen 14 Sozialarbeiter als Ansprechpartner bereit stehen. Hinzu kommt ein Förderschulinternat in Horneburg sowie Jugendtreffs und Projekte im Bereich Gemeinwesenarbeit.

Im wesentlichen geht es bei diesen fachlich notwendigen Hilfe darum, die Aussiedler persönlich anzunehmen, ihre mitgebrachten Kompetenzen zu stärken und Orientierung zu geben in einer Vielzahl von Einzel- und Gruppengesprächen, in Seminaren und Familienfreizeiten.