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Caritasverband für die Dekanate Dinslaken und Wesel

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Projekt "Abenteuerland" - Standort Dinslaken  

Tanzend über Sprachbarrieren

Projekt "Abenteuerland" im Haus der offenen Tür in Dinslaken

Jede Woche Dienstag treffen sich die sechs Jugendlichen im Haus der offenen Tür am Marienplatz in Dinslaken. Sie alle haben einen Migrationshintergrund. Und sie alle nutzen das besondere Angebot des Caritasverbandes für die Dekanate Dinslaken und Wesel.

Seit Oktober 2009 läuft das Projekt "Abenteuerland" auch in Dinslaken. Vor allem soll es benachteiligte Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund ansprechen. Das Ziel des Projekts ist die aktive Teilnahme an der eigenen Umwelt.

Ausflug ins Abenteuerland

Das Foto zeigt sechs Jugendliche, die in einer Tanzformation vor ihrer Lehrerin stehen
Jede Woche tanzen die Jugendlichen im "Haus der offenen Tür" in Dinslaken

Laute Musik dröhnt aus den Boxen auf dem Dachboden des Jugendheims am Marienplatz in Dinslaken-Lohberg. Sechs Jugendliche wärmen sich schon mal auf. Sie laufen sich warm, dehnen sich und gehen die Tanzschritte aus der letzten Stunde durch, noch bevor ihre Tanzlehrerin Uta Keup eintrifft.

Im Rahmen des Projekts "Abenteuerland"" des Diözesancaritasverbandes Münster bietet die Caritas Dinslaken-Wesel diese Tanzstunde jede Woche an. Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund sollen dadurch die Möglichkeit bekommen, selbst aktiv zu werden und an ihrer Umwelt teilzuhaben. Die oftmals benachteiligten Jugendlichen haben "durch das Tanzen die Chance, sich ohne Sprachbarrieren auszudrücken", sagt Jennifer Stern, Projektkoordinatorin der Caritas Dinslaken. Im Alter zwischen 13 und 17 Jahren verändere sich schließlich viel für sie. Das Projekt wolle ihnen fehlenden Halt wiedergeben.

Die Jugendlichen sind im Laufe der Zeit zu einer richtigen Gruppe geworden. Auch wenn sie sich vorher kaum kannten, halten sie jetzt zusammen", berichtet Jennifer Stern. Eigentlich sollte das Tanzprojekt mit den Osterferien enden. "Aber alle sechs Jugendlichen sind so begeistert, dass sie weitermachen wollen", freut sie sich.

Wir möchten den Tanz gerne fertigstellen, damit die Jugendlichen, wenn sie wollen, ihn dann bei verschiedenen Gelegenheiten präsentieren können", so Tanzlehrerin Uta Keup. Einen Teil des Tanzes haben die Jugendlichen sogar ohne sie selbst gestaltet. Und auch die Musik haben sie selbstständig ausgesucht und passend zurechtgeschnitten. Vier verschiedene Lieder aus der Hip-Hop-Richtung sind dabei zu einem Remix geworden, zu dem die Jugendlichen jetzt jede Woche ihre eigene Choreographie proben.

Die Selbstständigkeit, die sie damit erreichen, ist nur ein Ziel des Projektes Abenteuerland. Wichtig ist für Dr. Bernhard Hülsken, verantwortlich für das Projekt Abenteuerland beim Diözesancaritasverband Münster vor allem die Stärkung des Selbstbewusstseins und der Selbstverantwortung der Jugendlichen durch die aktive Mitgestaltung und Teilhabe an ihrer Umwelt. "Die Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund erfahren eine bessere Einbindung in soziale Strukturen und entwickeln dadurch Verständnis, Toleranz und ein Dazugehörigkeitsgefühl."

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