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Porträtfoto von Bernhold Möllenhoff

Bernhold Möllenhoff
Projekt ZUPF

Diözesancaritasverband Münster
Kardinal-von-Galen-Ring 45
48149 Münster

Telefon 0251 8901-312
Telefax 0251 8901-4205

E-Mail: moellenhoff@caritas-muenster.de

 
Münster, 31. Januar 2012  

Caritas begegnet Fachkräftemangel mit ZUPF
EU-Projekt soll Leitungskräfte fit machen und neue Konzepte erproben/Pflegebedarf steigt vor allem im ländlichen Raum

Diözese Münster (cpm). Mit dem von der EU geförderten Projekt "Zukunft in der Pflege", kurz ZUPF, will die Caritas in der Diözese dem auch im ländlichen Raum immer spürbarer werdenden Fachkräftemangel begegnen. "Wir wollen Personalverantwortliche vor allem auch in kleineren und mittleren Einrichtungen und Diensten fit machen und neue Konzepte zur Fachkräftegewinnung und -bindung in der Praxis vor Ort erproben," erklärt Projektleiter Bernhold Möllenhoff beim Diözesancaritasverband Münster.

Der Bedarf ist schon jetzt enorm bei rund 35.000 hauptamtlichen Mitarbeitern, die in der Pflege in 200 Altenheimen, 65 kirchlichen Krankenhäusern und über 90 Sozialstationen in der Diözese Münster arbeiten. Die Landesberichterstattung Gesundheitsberufe NRW 2010 erwartet hohe Steigerungsraten bei den Pflegezahlen, besonders hoch gerade in den ländlichen Kreisen Coesfeld, Borken und Steinfurt, wo die Pflegefälle zwischen 66 und 74 Prozent wachsen sollen.

Da die Stapel mit den Bewerbungen auf Ausschreibungen in den letzten Jahren schon stark geschrumpft sind, ist das Problem in den Einrichtungen durchaus bewusst, weiß Möllenhoff. Aber strategisches Gegensteuern sei noch weitgehend Fehlanzeige. Es werde darum gehen, Personalverantwortliche und Leitungskräfte in der Anwendung neuer Konzepte wie "Diversity-Management" oder im betrieblichen Gesundheitsmanagement zu qualifizieren. Das könnte für Bewerber mit Migrationshintergrund Sprachkurse sein, für Mütter Kinderbetreuung und familienfreundliche Arbeitszeiten, für Wiedereinsteiger spezielle Fortbildungen. "Gerade die betriebliche Gesundheitsförderung ist wichtig, damit ältere Mitarbeitern länger im Beruf bleiben können", erklärt Möllenhoff.

In einem Weiterbildungskurs sollen zunächst 22 Teilnehmer aus Altenheimen und Pflegediensten im Rahmen des ZUPF-Projekts die für ihre Institution geeigneten Strategien finden und lernen. In der Praxis werden sie dazu mit begleitender Beratung neue Konzepte erproben. "Sie werden die Multiplikatoren werden und ihre Erfahrungen den Kollegen in anderen Einrichtungen zur Verfügung stellen," erklärt Möllenhoff die Idee des jetzt gestarteten Projekts.

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