
Helmut Flötotto
Stabsstelle Verbandspolitik & Kommunikation
Caritasverband für die Diözese Münster
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Gegen Gewalt hilft Kombination aus Suchen und Helfen am wirksamsten
Vorsorge und Meldepflichten decken nur wenig Fälle auf/Caritas diskutiert Grenzen der Vorbeugung in Kinder- und Jugendhilfe
Eine Vorhersage, in welcher Familie oder wann es zu Gewalt gegen Kinder oder Vernachlässigung kommen wird, ist nicht möglich. Auch gelingt es durch die nach spektakulären Einzelfällen eingeführte Pflicht zur Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen und eine "qualilfizierte Meldepflicht" kaum, neue Fälle zu entdecken. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Heinz Kindler vom Deutschen Jugendinstitut in München. Auf der Diskussionsveranstaltung "Caritas am Ring" am Donnerstagabend im Diözesancaritasverband Münster erklärte er, dass sich das Screening von Familien in Geburtskliniken in Kombination mit dem Angebot Früher Hilfen als beste Methode der Vorbeugung herausgestellt habe: "Damit lässt sich die Fallrate um ein Drittel senken". Allerdings ersetze dies keine vorbeugenden Angebote. Als Aufgabe der Caritas sah Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann, entsprechende Hilfen für bekannte Risikomechanismen zu entwickeln. Die Diskussion lotete unter dem Titel "Das kontrollierte Kind" Möglichkeiten aber auch Grenzen des vorbeugenden Kinderschutzes in der Kinder- und Jugendhilfe aus.
Vollständige Presseinformation
Begrüßung Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann
Vortrag Dr. Heinz Kindler, Deutsches Jugendinstitut (München)
Kontrolliertes Kindeswohl – Kontrollierte Eltern: „Risiken und Nebenwirkungen“ von Frühen Hilfen und Frühwarnsystemen in der
Kinder- und Jugendhilfe
Handbuch Kindeswohlgefährdung nach § 1666 BGB und Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD)
