Die Caritas

in der Diözese Münster

Vertretung und Beratung

Als eingetragener Verein wird der Caritasverband für die Diözese Münster e.V. von einem Vorstand geleitet. Er besteht aus dem Vorsitzenden Domkapitular Josef Leenders und seinem Stellvertreter und Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann..

Höchstes Organ des Verbandes ist die Delegiertenversammlung, in der die örtlichen Caritasverbände sowie alle diözesanen Personal- und Einrichtungsfachverbände vertreten sind. Die Mitglieder sind jeweils für eine Amtszeit von sechs Jahren bestimmt.

Die Delegiertenversammlung wählt für ebenfalls sechs Jahre die Vertreter im Caritasrat. Er berät Fragen von besonderer politischer, fachlicher und verbandlicher Bedeutung.

Dem Caritasrat gehören aktuell seit der Delegiertenversammlung 2012 an:

  • Domkapitular Josef Leenders (Vorsitzender des Caritasverbandes für die Diözese Münster)
  • Heinz-Josef Kessmann (Direktor des Caritasverbandes für die Diözese Münster e.V.) 
  • Detlev Becker (Caritas Tecklenburger Land, Ibbenbüren)
  • Johannes Böcker (Caritasverband für den Kreis Coesfeld)
  • Dr. Klaus Goedereis (St. Franziskus Stiftung, Münster)
  • Thomas Schlickum (Caritasverband für die Stadt Münster)
  • Hermann-Josef Sönnekes (Haus Früchting, Vreden)
  • Maria Anna Hakenes (Sozialdienst katholischer Frauen Münster) 
  • Pfarrer Ulrich Messing (Münster) als Vertreter des Verwaltungsrates

Ebenfalls für sechs Jahre gewählt ist der Verwaltungsrat. Er soll vor allem den Vorstand in wirtschaftlichen und finanziellen Fragen beraten und kontrollieren. Ihm gehören aktuell an:

  • Matthias Brinkmann (Caritasverband für das Dekanat Borken)
  • Ludger Schroer (Caritasverband Rheine)
  • Pfarrer Ulrich Messing (Münster)
  • Dechant Wilhelm Lohle (Hamm)
  • Maria Kube (Sozialdienst katholischer Frauen, Münster)
    und als Vertreter des Kirchensteuerrats:
  • Josef Vos und Elmar Stender als Vertreter des Kirchensteuerrates

Als Vorsitzenden haben die Mitglieder Pfarrer Ulrich Messing für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.

Der Beitragskommission gehören an:

  • Dr. Thomas Bröcheler (Stiftung Haus Hall, Gescher)
  • Thomas Schlickum (Caritasverband für die Stadt Münster)
  • Christiane Struve (Sozialdienst katholischer Frauen, Lüdinghausen)
  • Christoph Weß (Kaufmännischer Direktor des St.-Clemens-

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Organigramm Stand: Mai 2017

Die Caritas

Caritas in 7 Sätzen

In sieben Leitsätzen hat die Caritas in der Diözese Münster ihre Perspektivenzusammengefasst. Der siebte, der die ersten sechs zusammenfasst, gibt die Richtung vor: "menschen bewegen - caritas". mehr

Die Caritas

Wurzeln reichen ins Mittelalter

Die Wurzeln der Caritas im Bistum Münster reichen bis ins Mittelalter. Großfamilien und Sippenbildeten ein Sicherheitsnetz für Menschen, die wegen verschiedener Umstände in Not waren. Mit der immer weiter fortschreitenden Christianisierung halfen die Gemeinden unter Leitung der Bischöfe die Aufgabe vor allem durch Spenden. mehr

So finanziert sich die Caritas

Hintergrund: Finanzierung sozialer Dienste in Deutschland

Bestimmte Hilfen für Menschen in schwierigen Lebenslagen sind gesetzlich festgelegt (Sozialstaatsprinzip im Grundgesetz). Welche Leistungen das sind, regelt der Bund in den Sozialgesetzen. Die Umsetzung übernehmen private oder freie gemeinnützige Träger und Verbände wie die Caritas (Subsidiaritätsprinzip). Sie betreiben zum Beispiel Krankenhäuser, Altenheime oder Kindertageseinrichtungen. Dadurch können die Kunden zwischen Anbietern mit unterschiedlichem Leistungsprofil wählen.

Der Kern der Leistung ist bei allen gleich, wird von staatlichen Stellen wie den Sozial- und Jugendämtern kontrolliert und hat eine Regelfinanzierung. Wenn der Anspruch der Dienste und Einrichtungen über den sozialpolitisch festgelegten Rahmen hinausgeht, setzen sie für deren Finanzierung auch Eigenmittel ein.

Neben den regelfinanzierten Sozialleistungen bietet die Caritas auch Beratungen und Hilfen an, die sich am Bedarf vor Ort orientieren. Diese freiwilligen und ergänzenden Leistungen finanzieren sie über öffentliche Zuschüsse, Spenden oder Eigenmittel. Für die Caritas und die anderen Träger der Freien Wohlfahrtspflege gilt das Prinzip der Selbstlosigkeit. Alle Mittel dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Träger verfolgen ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke.

Finanzierungsquellen der Caritas für soziale Dienstleistungen

Grafik zeigt Finanzierungsquellen der Caritas im ÜberblickDie Angebote der Caritas finanzieren sich aus öffentlichen Zuschüssen, der Sozialversicherung, Spenden, Eigenmitteln und den Beiträgen der Kunden, Klienten oder Patienten.
Für die Großansicht bitte in die Grafik klicken
DCV/infografiker.com

Die Leistungen der Caritas werden über unterschiedliche Quellen finanziert.

  • Sozialversicherung (Leistungsentgelte der Leistungsträger) Das Krankenhaus, die Sozialstation, die Altenpflege, … erhalten für ihre Leistungen gesetzlich geregelte Entgelte aus der Pflege-, Kranken-, Unfall- und Rentenkasse.
  • Eigenbeiträge der Leistungsempfänger Einen Teil der Leistungen der Kindertagesstätte, der Sozialstation, des Altenheimes bezahlen die Eltern, Patienten oder alten Menschen aus eigener Tasche.
  • Öffentliche Zuschüsse Kindertagesstätten, Wohnheime für Menschen mit Behinderung oder die Beratung für Menschen mit Suchtproblemen, … erhalten Zuwendungen von Bund, Ländern und Kommunen. Die Höhe wird zum Teil zwischen den öffentlichen Stellen und den Anbietern ausgehandelt und ist deshalb regional unterschiedlich.
  • Eigenmittel der Caritas Zu den Eigenmitteln gehören Erträge aus Vermögen oder Vermietungen von Gebäuden, Kirchenkollekten und Kirchensteuern sowie Zuschüsse von Soziallotterien und Förderstiftungen. Diese Gelder ermöglichen es den Verbänden oder Trägern von Einrichtungen eigene Schwerpunkte zu setzen, ihr Angebot am Bedarf vor Ort auszurichten oder Modellprojekte zu realisieren. Die Eigenmittel werden vor allem bei Angeboten für von Armut betroffene Personen eingesetzt, deren Hilfen nicht oder nicht vollständig rechtlich abgesichert sind.
  • Spenden und Stiftungen Spender(innen) und Stifter(innen) unterstützen mit ihrem Geld die Arbeit der Caritas für von ihnen festgelegte Zwecke.

Finanzierung von gesetzlich geregelten Sozialleistungen

Menschen mit Behinderung, Kinder- und Jugendliche, alte oder kranke Menschen haben einen Anspruch auf bestimmte Sozialleistungen. Die sind in den Sozialgesetzen geregelt und werden unter anderem von freien Trägern wie der Caritas angeboten. Diese erhalten dafür Leistungsentgelte von der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung oder den Jugend- und Sozialhilfeträgern.

Die Höhe der Entgelte handeln die Kassen mit den Leistungserbringern aus. Sie müssen so gestaltet sein, dass sie bei wirtschaftlicher Betriebsführung die Kosten für Betreuung, Pflege oder Behandlung, die Unterkunft und die Verpflegung sowie die Investitionen abdecken. Wenn der Anspruch der Dienste und Einrichtungen der Caritas an ihr Angebot über den sozialpolitisch festgelegten Rahmen hinausgeht, fließen auch Eigenmittel des jeweiligen Trägers ein.

Bei einigen Leistungen wie der Pflege alter Menschen, müssen die Patienten einen Teil der Kosten selbst übernehmen. Falls jemand dazu finanziell nicht in der Lage ist, springt die Sozialhilfe ein. Bei Krankenhäusern erfolgt die Finanzierung der Investitionen über pauschale oder individuelle Zuwendungen der Bundesländer.

Finanzierung freiwilliger und ergänzender Leistungen

Viele Angebote für Menschen in schwierigen Lebenslagen sind nicht gesetzlich geregelt. Dazu gehören Beratungs- und Betreuungsleistungen wie die Suchtberatung, die Schuldnerberatung, Migrationsdienste oder Frühen Hilfen für junge Familien. Die Kommunen, Landkreise oder Bundesländer verstehen diese Leistungen - wie die Müllabfuhr oder die Versorgung mit Wasser - als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge und finanzieren diese zum Teil mit. Die Höhe der Zuwendungen legen die Kommunen, Kreise und Länder individuell fest. Deshalb muss die Caritas als Anbieter solcher Leistungen unterschiedlich viele Eigenmittel einbringen, um den Service kostendeckend zu gestalten.

Zuwendungen sind immer zweckgebunden für bestimmte Projekte oder Angebote. Ihre sachgerechte Verwendung müssen die Einrichtungen und Dienste der Freien Wohlfahrtspflege gegenüber der öffentlichen Hand oder den Trägern der Sozialversicherung nachweisen.

Spenden, Zuwendungen von Förderstiftungen, Vermögenserträge, Einnahmen aus Kollekten, Kirchensteuern sowie Zuschüsse aus Soziallotterien ermöglichen der Caritas die Finanzierung modellhafter Vorhaben und ergänzender Betreuungsangebote. Auch über deren Verwendung und die damit erzielten Wirkungen legt die Caritas Rechenschaft ab.

Da viele Leistungen der Caritas unter anderem über öffentliche Mittel finanziert werden und diese von den Ländern, Kreisen und Kommunen abhängen, lassen sich keine generellen Aussagen über die Anteile der Finanzierungsquellen treffen.

Konkrete Beispiele für die Finanzierung einzelner Dienste und Einrichtungen können Sie sich anschauen, wenn Sie in folgender Grafik auf das Arbeitsfeld klicken, das Sie interessiert:

Grafische Darstellung der Arbeitsfelder der Caritas mit Zahlen zu Mitarbeitern, Plätzen und EinrichtungenÜbersicht der Arbeitsfelder der Caritas in Deutschland. Die Zahlen wurden in der Caritas-Zentralstatistik zum 31.12.2014 erhoben.DCV/infografiker.com

Gesundheitshilfe der Caritas Kinder- und Jugendhilfe Familienhilfe Altenhilfe der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie Weitere Soziale Hilfen

Caritas ist Teil der Kirche

Das Bistum Münster ist schön

„Das Bistum ist ganz schön", lautet der Titel den Videos, in dem die Diözese Münster in vielen Facetten vorgestellt wird. Es kommen Menschen zu Wort, die über ihr Engagement in unterschiedlichen Bereichen des Bistums berichten und seine Bedeutung für sie beschreiben.