URL: www.caritas-muenster.de/wirhelfen/menschenmitmigrationshintergrund/
Stand: 09.12.2015

Wir helfen

Migrationsdienste

Chancen der Vielfalt

Der Prozess hin zu immer mehr kultureller Vielfalt ist daher unumgänglich beziehungsweise gesellschaftliche Realität. Die Caritas sieht diesen Prozess mit seinen Chancen als etwas Wertvolles. Unser Ziel ist es, kulturelle und religiöse Vielfalt in Deutschland zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen und zwar für alle – mit oder ohne Zuwanderungsgeschichte, unabhängig von der Religionszugehörigkeit.

 

Im Vordergrund steht der Einzelne mit seiner persönlichen Geschichte und seinem gesellschaftlichen Potenzial. Die Orientierung an anderen Sprachen und Kulturen, an anderen Lebenswelten, Regeln und Rollenkonzepten, schulischen und beruflichen Herausforderungen beziehungsweise Anpassungsleistungen, für viele auch verbunden mit Unsicherheiten der aufenthaltsrechtlichen Situation charakterisieren nur einige Aspekte gesellschaftlicher und individueller, neuer und unbekannter Herausforderungen.

 

Gleichzeitig stellt ein solcher Integrationsprozess auch Anforderungen an die aufnehmende Gesellschaft in ethnischer, kultureller, religiöser Hinsicht und bezüglich der gesellschaftlichen Teilhabe. Mit Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes 2005 wurde erstmals anerkannt, dass Zuwanderung nach Deutschland politisch und gesellschaftlich gewollt und gewünscht ist. In der derzeitigen Situation erleben wir zusätzlich einen großen Strom von Flüchtlingen, denen in ihren Heimatländern aufgrund von Krieg oder Bürgerkrieg, Gewalt und Zerstörung Wohnungen, Arbeit, gesellschaftliche Teilhabe und Lebensperspektiven fehlen.

 

Durch den seit einigen Jahren betriebenen Paradigmenwechsel bezüglich der daraus erwachsenen Aufgaben - früher wurden diese Aufgaben in der Migrationsarbeit von Land und Bund an die Caritas und die anderen Wohlfahrtsverbände übertragen - nehmen die Kommunen heute diese Aufgaben selbst wahr. Sie stehen in der Verantwortung und Zuständigkeit für Integration und Migration, Wohnungspolitik, Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Leistungen für Bildung und Teilhabe..., berücksichtigen hierbei auch Angebote und Kooperationen mit der Freien Wohlfahrtspflege, Migranten-Selbstorganisationen und -zentren.

 

Vor diesem Hintergrund wird in der Diözese Münster sowohl eine umfassende Beratung und Begleitung von Menschen mit Migrationshintergrund vorgehalten als auch Zuwanderung sozialräumlich und sozialpolitisch mitgestaltet. Folgende Leistungen bietet der FIM an: 

  • Er ist offen für alle Menschen.  
  • Er wirkt mit an der langfristigen Gestaltung der Zuwanderung und unterstützt aktiv alle Anstrengungen, Fremdenangst und Fremdenfeindlichkeit zu überwinden.
  • Er wendet sich grundsätzlich gegen jede Form individueller und struktureller Diskriminierung von Menschen mit Migrationshintergrund und fördert das Zusammenleben mit der einheimischen Bevölkerung.
  • Er befähigt die Menschen zur Wahrnehmung von Integrationschancen, stärkt ihre Selbsthilfekräfte, Eigenverantwortlichkeit und Organisationsfähigkei.,
  • Er nimmt Einfluss auf die interkulturelle Öffnung und Vernetzung sozialer, caritativer Hilfeangebote für Menschen mit Migrationshintergrund,
  • Er versteht sich als Ansprechpartner für die Menschen, für caritative Dienste und Einrichtungen, für öffentliche Stellen und Selbsthilfegruppen in migrationsspezifischen Fragestellungen,
  • Er gewährleistet, dass alle wesentlichen Aspekte der Integrations- und Migrationssozialarbeit in der Region verbindlich und vernetzt geleistet werden
  • Er verpflichtet sich, dass verlässliche Ansprechpartner für alle Zielgruppen vorhanden sind und eine gemeinsame Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit praktiziert wird.

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024-2015_Qualifizierung_Flüchtlinge

Angebote der Migrationsdienste

Das Zusammenwachsen fördern

Die Integrationsagenturen wollen sich auf gesellschaftlicher Ebene für Integration einsetzen, Chancen und Probleme erkennen und Entwicklungen anstoßen. Um dieses Ziel zu erreichen, richten sich ihre Angebote vor allem an freie und öffentliche Träger, Kommunen, Schulen und Migrantenselbstorganisationen.

Die Arbeit der Integrationsagenturen findet dabei in vier Kernbereichen statt:

  • Bürgerschaftliches Engagement von/für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte
  • Interkulturelle Öffnung
  • Sozialraumorientierte Arbeit
  • Antidiskriminierungsarbeit

Die Integrationsagenturen legen ihre Schwerpunkte innerhalb dieser Bereiche nach einer Sozialraum- beziehungsweise Bedarfsanalyse vor Ort fest. 

Migrationsberatung

Die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) unterstützt Menschen mit Migrationshintergrund ab einem Alter von 27 Jahren bei ihrer sprachlichen, beruflichen und sozialen Integration. 

Die Arbeit der MBE besteht aus gezielter Einzelfallberatung, Unterstützung während des Integrationskurses und darüber hinaus gehender Netzwerkarbeit. Auch das grundsätzliche Anliegen der interkulturellen Öffnung als Querschnittsthema in Regeldiensten und Verwaltungsbehörden fließt in diese Prozesse ein.
 

Ein Schwerpunkt der Beratungsarbeit liegt in der Ermöglichung zur Teilhabe am Bildungssystem und Arbeitsmarkt. Daher ist die MBE um kontinuierlichen Austausch und Vernetzung mit Integrationskursträgern, Bildungsträgern, Bundesagenturen für Arbeit, Behörden und Stadtteilzentren bemüht.

 

 

Migrationsdienste

 Die Angebote der Beratungsstellen vor Ort gliedern sich nach folgenden Schwerpunkten:

  • Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer im Rahmen des Bundesprogramms der MBE
  • Integrationsberatung im Rahmen der landesgeförderten Integrationsagenturen
  • Beratung für Flüchtlinge und Asylbewerber in Teilen gefördert aus dem Landesprogramm Soziale Beratung von Flüchtlingen
  • Beratung für Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus  

Neben den oben genannten Schwerpunkten unterstützt und fördert das Bistum aus Kirchensteuermitteln die Arbeit der Fachdienste Integration und Migration vor Ort. 

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