Strategien für die Zukunft

Die Grafik zeigt rechts ein schief gestelltes und verfremdetes Caritas-Logo und die Schrift Vision Caritas2025

Zukunft ist näher als wir denken

Wir wollen uns in der Caritas der Diözese Münster nicht überraschen lassen. Soziale Arbeit ändert sich ständig und muss sich anpassen. Ob Digitalisierung, demographischer Wandel, der schwindende Einfluss der Kirchen oder die gesellschaftliche Gewichtung des Sozialen - an Herausforderungen für die kommenden Jahre bis 2025 mangelt es nicht.

Diese Veränderungen wollen wir mitgestalten. Im Strategieprozess Caritas2025 diskutieren wir, welche Entwicklungen zu erwarten sind und wie wir sie aufgreifen können. Grundlage ist eine breit angelegte Befragung, deren Ergebnisse im Laufe des Herbst in regionalen Diskussionsrunden analysiert werden. Daraus sollen Zukunftsideen entwickelt werden, die im Sommer 2018 vorgestellt werden. Mehr Informationen finden Sie auf www.caritas2025.de.

Vision für die Zukunft

Strategieprozess

Caritas2025 startet

Das Foto zeigt zwei auf einer Bank sitzende Männer, die sich freuen und einen roten Rucksack mit Caritas-Flammenkreuz auf dem Schoß halten.Das Startzeichen für den Strategieprozess Caritas2025 haben Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann und Domkapitular Josef Leenders gegeben.Lisa Uekötter

"Wir wollen die Zukunft sozial gestalten", gab Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann vor gut 100 Vertretern der Mitgliedsverbände und Einrichtungen in Münster das Ziel vor. Auch die soziale Arbeit ist einem ständigen Wandel unterworfen und muss sich den Gegebenheiten der Zeit anpassen.

"Die Digitalisierung beschäftigt uns in vielen Facetten", erklärte Kessmann. Immer größere Datenmengen müssen in der Verwaltung bewältigt werden. Aber wie können Verbände und Einrichtungen damit Schritt halten? Viele weitere Fragen stellen sich: Wie kann der Einsatz von Elektronik Mitarbeiter in der Pflege entlasten oder lässt der Datenschutz die Abstimmung von Dienstplänen der Mitarbeiter untereinander mit WhatsApp zu?

Der demographische Wandel trifft die Caritas in der Pflege gleich doppelt: Immer mehr Patienten in den Sozialstationen und Bewohner in Altenheimen auf der einen Seite, aber immer weniger junge Menschen, die einen Pflegeberuf erlernen können. "Umso stärker müssen wir um sie werben und dieses Berufsfeld attraktiv gestalten", sagt Kessmann.

Nicht unberührt lässt die Caritas als katholischer Wohlfahrtsverband die künftige Stellung der Kirche in der Gesellschaft, wenn sie weiterhin Mitglieder verliert und ihr Einfluss schwindet. Schon die Fusionen haben ihre Rolle vor Ort verändert. In der Befragung erhofft sich der Vorsitzende des Diözesancaritasverbandes, Domkapitular Josef Leenders, "Hinweise, in welchen Arbeitsfeldern die besten Chancen einer Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden gesehen werden".

Eine Strategie muss insgesamt für die künftige Rolle der Caritas in der Gesellschaft gefunden werden. "Wir wollen, dass das Soziale wieder an Gewicht gewinnt", sagt Heinz-Josef Kessmann. Die anwaltschaftliche Rolle der Caritas zu stärken, sei deshalb eine Option.

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