Caritas in NRW , die Zeitschrift der fünf Diözesancaritasverbände in Nordrhein-Westfalen erscheint viermal jährlich.
Thema der aktuellen Ausgabe 1/2012: Armut macht krank

Dieses und weitere Videos finden Sie auf der Seite Aktuell - Videos und auf YouTube im Kanal CaritasMS.

Die Zeitschrift Sozialcourage für Mitglieder erscheint viermal jährlich mit demDiözesanteil Münster.
.gif)

Arme Menschen leben kürzer, ihr Krankheitrisiko ist größer. "Armut macht krank" lautet das Jahresthema der Caritas in 2012. Umgekehrt gilt in vielen Fällen auch: Krankheit macht arm. Deswegen fordert die Caritas im Untertitel: "Jeder verdient Gesundheit".
Die Kampagnen-Webseite mit vielen weiteren Informationen
Kampagnen-Video auf YouTube: Was verbindet Caritas-Anliegen mit Viren und Bakterien?
9. März 2012
Frauenhaus-Tagung: Datenschutz und Schweigepflicht
9 bis 13 Uhr im Caritasverband für die Diözese Münster
28, März 2012
9.30 bis 13 Uhr im Fortbildungszentrum des Caritasverbandes für die Diözese Münster
Lichtblicke gut gestartet
Die Aktion Lichtblicke ist besser denn je in die neue Saison gestartet. Anfang Januar konnte die Drei-Millionen-Grenze schon überschritten werden - ein neuer Rekord. Wie können Sie helfen? Spendenhotline 0180 - 50 80 580 anrufen, direkt überweisen auf das Spendenkonto 70 70 bei der Sozialbank Köln (BLZ 370 20 500) oder im Internet online spenden unter www.lichtblicke.de . Die Aktion Lichtblicke der NRW-Lokalradios mit Diakonie und Caritas fördert Kinder und Jugendliche in Nordrhein-Westfalen, die in Not sind.

Konto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
(BLZ 660 205 00), Stichwort: Flutopfer Philippinen
Weitere Informationen bei Caritas international .
Die Deutsche Bischofskonferenz hat einen Entschädigungsfonds für Opfer sexuellen Missbrauchs in katholischen Einrichtungen eingerichtet. Ab sofort können Anträge gestellt werden. Informationen und das Antragsformular finden Sie unter Heime für Kinder und Jugendliche .
Kunst zum Thema Armut und Krankheit
Caritas zeigt Kreatives und hochwertige Produkte aus Werkstatt für psychisch kranke Mitarbeiter
"Armut macht krank" lautet das Jahresthema der Caritas. Aber für sie gilt das Motto umgekehrt noch eher: "Krank macht arm".
Mitarbeiter von "W8zig", einer Werkstatt der Caritas für psychisch kranke Menschen in Duisburg, haben dazu ein Gemeinschaftskunstwerk
gestaltet. Es wird neben dem, was sie täglich an Kreativem und Nützlichem schaffen, in einer Ausstellung im Diözesancaritasverband
Münster zu sehen sein, die am Donnerstag (2. Februar) um 12.30 Uhr eröffnet wird. Dazu werden einige der Mitarbeiter vom Niederrhein
erwartet. Interessierte Bürger sind willkommen. Die Ausstellung ist montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags
von 9 bis 13 Uhr im Caritas-Gebäude am Kardinal-von-Galen-Ring 45 frei zugänglich.
Ein Platz an der Sonne für fünf Caritas-Projekte in der Diözese Münster
Fernsehlotterie hat in 2011 fast 1,2 Millionen Euro bewilligt/Alte und kranke Menschen profitieren von Um- und Ausbauten
Knapp 1,2 Millionen Euro hat die Fernsehlotterie "Ein Platz an der Sonne" im vergangenen Jahr für fünf Projekte der Caritas
in der Diözese Münster bewilligt. Vor allem wurden damit Erweiterungen und der Aufbau von Wohn- und Pflegeangeboten gefördert.
In Recklinghausen wurde der Neubau des Hospizes zum Heiligen Franziskus als Ersatz für das alte Gebäude unterstützt. 40 Prozent
der Erlöse aus dem Losverkauf fließen in soziale Projekte. Seit 1956 sind dafür 1,4 Milliarden Euro zusammen gekommen.
Die Stiftung Henricus-Hospital in Südlohn konnte mit den Lotteriemitteln ihr Altenheim umbauen und erweitern. Die Missionsschwestern
in Münster-Hiltrup richteten eine Tagespflege für alte Menschen ein und statteten Wohngruppen aus. Die Cohaus-Vendt-Stiftung
in Münster nutzte den Zuschuss für die Erweiterung und Modernisierung des Altenheims. Gefördert wurde zudem das neue Caritas-Centrum
in Geldern.
Caritas findet neue Wege zu Jugendlichen im Abenteuerland
Projekt endet - Arbeit geht weiter/Mehr Selbstbewusstsein und Erfolg in der Schule erreicht/Tanzen, Hip Hop und Boxen

Mit klassischer Sozialarbeit sind sie kaum zu erreichen, aber ins Abenteuerland kamen sie gerne. Neue Wege zu Kindern und
Jugendlichen aus benachteiligten Familien, mit Schulproblemen und zu 80 Prozent mit Migrationshintergrund hat die Caritas
in der Diözese Münster mit ihrem "Projekt Abenteuerland" gefunden. Weil die Finanzierung nach drei Jahren endet, wurde Bilanz
gezogen. Die Arbeit aber geht an allen sechs Standorten weiter. Denn die Ergebnisse sind eindeutig: Messbar ist die Verbesserung
der schulischen Leistungen, eindeutig spürbar das Mehr an Selbstbewusstsein und Rücksichtnahme gegenüber anderen, berichtete
Projektleiter Dr. Bernhard Hülsken. Caritas-Abteilungsleiterin Irmgard Frieling sah hier einen guten Ansatz, um zwei der Strategischen
Ziele zu erreichen, die sich der Diözesancaritasverband für die nächsten Jahre gesetzt hat: Durch Kooperation Netzwerke vor
Ort zu knüpfen und Armut durch Bildung zu bekämpfen.
Vollständige Presseinformation
Wenn der Absturz droht...
Fortbildung der Caritas will neue Kraftquellen gegen Burn out erschließen/Helfende Berufe leiden unter Arbeitsverdichtung
Belastungssituationen verstehen und Strategien zur Entlastung entwickeln, ist das Ziel einer Fortbildung, die die Caritas
vom 26. bis 30. März im Haus Karneol in Steinfurt anbietet. Auch helfende Berufe sind immer mehr von Arbeitsverdichtung betroffen.
Das Bemühen, trotzdem jedem anvertrauten Menschen gerecht zu werden, führt dazu, den persönlichen Einsatz immer weiter zu
erhöhen und sich dabei zu verausgaben. In dem Kurs "Erfolgreicher Umgang mit psychischen Belastungen in helfenden Berufen"
sollen die Teilnehmer verstehen lernen, wie es zu den Belastungssituationen kommt, sie selbst dazu beitragen, dass diese bestehen
bleiben, und Veränderungsmöglichkeiten finden. Weitere Informationen und Anmeldungen beim Diözesancaritasverband Münster unter
Telefon 0251-8901-273 oder per E-Mail an laukoetter@caritas-muenster.de
Stiftung hilft frühtraumatisierten Kindern
Steinfurter Ehepaar gründet Stiftungsfonds in der Caritas GemeinschaftsStiftung/Begleitung bei Übergang in Beruf

Dauerhafte Hilfe für frühtraumatisierte Kinder und Jugendliche soll der Stiftungsfonds "Frühtraumatisierung - Hilfe und Prävention"
ermöglichen. Das Steinfurter Ehepaar Dr. med. Helga Terwey-Weber und Dr.-Ing. Hartmut Weber haben das Startkapital eingebracht,
das jetzt von weiteren Spendern und Stiftern vermehrt werden kann. Aus den Erträgen soll zum Beispiel eine Begleitung betroffener
Jugendlicher finanziert werden, wenn sie Schwierigkeiten beim Übergang von der Schule in den Beruf haben. Möglich ist auch
die Unterstützung von Projekten zur Prävention oder zur wissenschaftlichen Untersuchung früher Traumatisierungen und ihrer
Folgen. Der Stiftungsfonds ist der elfte, der unter dem Dach der Caritas GemeinschaftsStiftung im Bistum Münster gegründet
worden ist.
Vollständige Presseinformation
Caritas: Jeder verdient Gesundheit
Jahreskampagne macht auf den Zusammenhang von Armut und Krankheit aufmerksam

Mehr Menschlichkeit im Gesundheitssystem fordert NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) . Ärzte hätten "zu wenig Spielraum, etwas zu verschreiben, um Schlimmeres zu verhüten", sagt Steffens im Interview mit der Zeitschrift "Caritas in NRW". Die Krankenkassen dächten „an dieser Stelle eher kurzsichtig“ und nähmen höhere Folgekosten in Kauf. Steffens warnt vor einem Teufelskreis von Armut und Krankheit und spricht sich für einen „andere Gesundheitsbildung“ aus, um falsche Ernährung zu vermeiden. In der am Dienstag erscheinenden Ausgabe 1/2012 greift „Caritas in NRW“ das Thema der Jahreskampagne der deutschen Caritas „Armut macht krank - Jeder verdient Gesundheit“ auf.
In der "Guten Stube" wird die Vergangenheit lebendig
"Raum der Erinnerung" im Altenheim regt demenzkranke Gäste und Bewohner zum Gespräch an/Sicherer Rahmen beruhigt
Von der Tasse mit Goldrand, die früher in keinem eichernen Wohnzimmerschrank fehlen durfte, spinnt sich das Gespräch über
alte Apfelsorten zu selbstgenähten Hosen und Kleidern für die Kinder. "Wir mussten sparen, wir hatten ja kaum Geld". Die alte
Dame erinnert sich gut an die Zeit, in der ihre Kinder klein waren. Was gestern war, ist längst vergessen. Dafür wird die
Vergangenheit umso lebendiger im "Raum der Erinnerung" im Altenheim St. Martinus in Elten, einem Stadtteil von Emmerich. Gerne
treffen sich die Gäste der Tagespflege und Bewohner hier, umgeben von den Dingen, die ihnen aus jungen Jahren vertraut sind.
Er ist das Abschlussprojekt im Rahmen einer gerontotherapeutischen Ausbildung. Heimleiter Hans-Wilhelm Paeßens hat es gerne
unterstützt: "Wir wollen den Bewohnern Anknüpfungspunkte zu ihrem früheren Leben geben."
Vollständige Presseinformation
Neue Kraft gegen die Verzweiflung
Pflege Demenzkranker führt pflegende Angehörige an körperliche und seelische Grenzen/Der zweite Tod ist endgültig

Der erste Tod schleicht sich über Jahre hin. Erst der zweite wird der endgültige Einschnitt sein. "Demenzkranke sterben zweimal",
erlebt Gabi Rüping (60) seit fünf Jahren mit ihrem Mann Udo (62). Ein Stiller war er immer, aber jetzt sagt er gar nichts
mehr. Keine Miene verzieht sich, wenn sie ihn anspricht. Das ist für sie das Schlimmste: "Ich weiß nicht, was in seinem Kopf
los ist". Sie hat nur das Gefühl, dass er noch Vieles versteht. Jeden Morgen begrüßt sie ihn freundlich. Nichts!
Anders aber nicht unbedingt viel einfacher ist der Umgang mit Elvira Wittkowski (79), die von ihrer Tochter Petra Rimprecht
gepflegt wird. Sie redet noch gerne, aber es macht zunehmend weniger Sinn. Besonders hart war es, als sie vor wenigen Tagen
fragte: „Bist Du meine Tochter?“. Seit 13 Jahren betreut die 49jährige ihre Eltern, erst ihren auch an Demenz leidenden Vater,
der im vergangenen Jahr verstorben ist, und dann ihre Mutter dazu. 2002 hat sie ihre Arbeit aufgegeben, weil es nicht mehr
zu schaffen war. Und wäre doch noch beinahe daran selbst kaputt gegangen, konnte nicht mehr schlafen, glitt in eine Depression.
Wenn es schlimmer wird, wird es einfacher
Patienten und Angehörige benötigen fachliche Hilfe von außen

Meist wird es erst einfacher, wenn die Krankheit schlimmer wird. Zu den vielen Besonderheiten der Demenz gehört auch dieser scheinbare Widerspruch. Aber so erlebt es Annegret Greive, die die Sozialstation der Caritas für das Dekanat Steinfurt leitet, immer wieder. In der Anfangsphase sind Demenzkranke häufig aggressiv, sie haben einen großen Bewegungsdrang, neigen dazu wegzulaufen, ohne zu wissen, wo es nach Hause geht. Oder sie benehmen sich in der Öffentlichkeit einfach „daneben“. Elisabeth Bruss Vater neigte ganz typisch dazu. Einerseits versuchte er, seine beginnende Alzheimer-Erkrankung zu überspielen, wie sie erzählt. Gleichzeitig lief er aber immer wieder weg und riss in einem nahen Lebensmittelgeschäft die Packungen auf.





